Corona

(Aktualisierungsstand: 30.6.20)

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat die Schließung der Berliner Kitas, Horte und Schulen veranlasst. Wir versammeln hier unsere Infos dazu.

 

Schließung der Berliner Kitas, Horte und Schulen ab 17.3.

Zum Dienstag, dem 17.3., wurden alle Berliner Kitas, Horte und Schulen geschlossen. Zweck dieser Maßnahme war es, durch die drastische Einschränkung von Sozialkontakten die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Für Eltern, die in den lebenswichtigen Bereichen von Gesundheits- und Pflegesystem, der Versorgungssysteme (Strom, Wasser …) und öffentliche Sicherheit arbeiten und die Betreuung weder innerfamiliär noch mit Hilfe von Nachbarn und Bekannten bewerkstelligen können, gibt es seitdem ein Notbetreuungssystem.

 

Notbetreuung in den vertrauten Kitas/Schulen/Horten

Auch wenn die Kitas seit 17.3. generell geschlossen wurden, gab es sofort eine Notbetreuung für die Kinder, deren Eltern in "systemrelevanten Berufen" arbeiten und die Betreuung nicht anderweitig bewerkstelligen können.

Diese Notbetreuung ist seitdem schrittweise ausgebaut worden. Seit dem 27.4. haben auch Alleinerziehende Zugang zur Notbetreuung, selbst wenn sie nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten. Zudem reicht es nun, wenn ein Elternteil systemrelevant arbeitet. Seit Mitte Mai kommen, beginnend mit den Vorschulkinder (und deren Geschwistern) die Kinder jahrgangsweise in die Kitas zurück.

Weiterhin gilt für alle: Die Notbetreuung soll nur dann und in dem Umfang in Anspruch genommen werden, wenn bzw. wie eine Betreuung im häuslichen Umfeld nicht möglich ist. Denn trotz aller hygienischen Bemühungen können die Abstandsregeln in Kitas nicht eingehalten werden. Damit erhöht jedes zusätzliche betreute Kind das Infektionsrisiko für Kinder, Eltern und Erzieher*innen sowie deren häusliches Umfeld.

Auch seit dem 27.4. ist in Berlin die Kinderbetreuung in nachbarschaftlicher Elternselbsthilfe ausdrücklich gestattet - inzwischen für Kinder aus bis zu drei Haushalten bzw. alle Kinder, die in der Kita gemeinsam betreut werden (oder würden, wenn sie denn Zugang hätten). Auch können Eltern, die keinen Zugang zur Notbetreuung haben, eine neu beschlossene Entschädigung für einen eventuellen Verdienstausfall beantragen.

Die Notbetreuung findet grundsätzlich in der vertrauten Kita statt. Eltern und Kitas müssen sich miteinander abstimmen, wer die Notbetreuung in welchem Umfang benötigt und wie diese organisiert wird. Die Kitas werden weiter finanziert und stehen deshalb auch für die Betreuung ggf. nur weniger Kinder bereit. Diese Abstimmung ist ein dauerhafter Prozess und muss immer wieder den bestmöglichen Kompromiss zwischen Betreuungsansprüchen, Gesundheitsschutz und Organisationsmöglichkeiten finden. Notbetreuung ist also keine Regelbetreuung. Mit der Ausweitung der Notbetreuung auf mehr als 50% der Kinder wird zudem eine grundsätzliche Beschränkung auf eine Halbtagsbetreuung notwendig sein, um die Betreuung in kleinen Gruppen noch zu gewährleisten.

Für die Inanspruchnahme der Notbetreuung müssen die Eltern eine Selbsterklärung ausfüllen. Eine Arbeitgeberbescheinigung ist nicht notwendig. Für Zweifelsfälle beim Zugang oder andere Fragen zur Notbetreuung gibt es eine zentrale Anlaufstelle bei der Jugendverwaltung, die dann von der Kita kontaktiert werden soll.

Bei allen Verabredungen sollte nicht vergessen werden, dass diese weiterhindem obersten Prinzip KONTAKTE MINIMIEREN!!! folgen müssen.

Diese Prinzipien gelten auch für die Notbetreuung in Hort/Schule.

 

Rückkehr zum Regelbetrieb

Angesichts sinkender Infektionszahlen und eines stetig steigenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Drucks, Kitas und Schulen vollständig zu öffnen, wird noch im Juni in Kita und Hort wieder zu einem Regelbetrieb zurückgekehrt, der für alle zugänglich und nur noch rudimentär pandemieangepasst ist (wir nennen das "Regelbetrieb mit Händewaschen"). Die Kinder sollen dann orientiert an den Umfängen in Bedarfsbescheid/Kitagutschein betreut werden. Weil die Abstandsregeln im Kita-/Hort-/Schul-Vollbetrieb nicht eingehalten werden können und die Ansteckungsgefahr deshalb weiterhin gegeben ist, können relevant vorerkrankte Erzieher*innen nicht arbeiten und relevant vorerkrankte Kinder nicht kommen. Damit fehlen etwa 15% des sonst vorhandenen Personals, was weiterhin zu Einschränkungen im üblichen Angebot führen muss. Dies wird allerdings von Einrichtung zu Einrichtung sehr unterschiedlich sein.

Diese Rückkehr zum "eingeschränkten Regelbetrieb" ist im Hort für den Beginn der Sommerferien (24.6.) vorgesehen. Die Kitas kehren laut Senatsbeschluss spätestens zum 22.6. zum Regelbetrieb zurück.

 

Materialien DaKS

 

Rundschreiben Senat Kita

 

Rundschreiben Senat Schule

 

Links